Internetrecht - Rechtsanwalt in Hamburg / Ebay, Ebayshop, Ebayhandel

Ebay - und andere Auktionshäuser im Internet - haben beim Vertrieb einen sehr hohen Stellenwert. Viele Onlinehändler nutzen einen sog. Ebay-Shop neben dem eigenen Onlinegeschäft zur Verbesserung des Absatzes.

Bei der Eröffnung eines Shops auf Ebay gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie für jede Unternehmensgründung. So muss meist ein Gewerbe angemeldet und gegebenenfalls eine Gesellschaft gegründet werden. Auch das Finanzamt muss über einen steuerlichen Erfassungsbogen informiert werden.

Informationen zur Existenzgründung haben wir für Sie an dieser Stelle bereit gestellt.

Wie bei dem normalen Onlinehandel müssen auch bei dem Vertrieb der Waren über Ebay die entsprechenden Informationspflichten eingehalten werden. Hier ist es meist notwendig, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) zu verwenden, die speziell auf diese Art des Onlinehandels zugeschnitten sind.

Es kommt immer wieder vor, dass die für den allgemeinen Onlineshop des Verkäufers eigens erstellten AGBs ohne Änderungen auch in den Ebay-Shop übernommen werden. Da z.B. jedoch für den Vertragsschluss bei Ebay Besonderheiten gelten, sind die AGB dann so nicht mehr zulässig. Bei unzulässigen AGB drohen wettbewerbsrechtliche Abmahnungen, die mit hohen Kosten verbunden sein können.

Informationen zu Abmahnungen finden Sie hier.

Typische Probleme für den Ebay-Verkäufer könne außerdem bei der Abwicklung des Geschäfts entstehen:

Häufig kommt es vor, dass sogenannte "Spaßbieter" die Produkte erwerben, den Vertragsschluss jedoch nicht als verbindlich ansehen. In solchen Fällen ist es wichtig, dass man dem Käufer deutlich macht, dass es sich auch hier um einen verbindlichen Vertrag handelt. Weiter müssen Ebay-Verkäufer darauf achten, dass man sich weder fremder Marken noch urheberrechtlich geschützter Bilder für das Anbieten der eigenen Waren bedienen darf.

Weitere Rechte und Pflichten für Käufer und Verkäufer entstehen auch bei einer vorzeitigen Beendigung der Auktion auf Ebay. Hier können z.B. Ansprüche auf Schadensersatz des Käufers entstehen, wenn es für die vorzeitige Beendigung keinen ausreichenden Grund gab! Die kann teuer für den Verkäufer werden. Für den Käufer können dann Schadensersatzansprüche im Raum stehen, die oft nicht unerheblich sind.

Darüber geht es auch immer wieder um die Frage, ist ein Verkäufer gewerblich tätig  oder nicht. Insofern kann es vorkommen, dass ein eigentlich gewerblicher Verkäufer sich dadurch Vorteile verschaffen will, dass er als Privater anbietet und verkauft. So kann er die rechtlichen Auflagen wie z.B. die weitreichenden Informationspflichten für gewerbliche Verkäufer zu umgehen.

Des Weiteren hat sich gezeigt, dass Konkurrenten Testkäufe bei Mitbewerbern tätigen, um im Anschluss negative Bewertungen abzugeben. Dies kann geschäftsschädigend sein und sollte auf keinen Fall hingenommen werden.

Der Verkauf Ihrer Waren über Ebay unterliegt vielen rechtlichen Vorgaben. Wir helfen Ihnen, Ihren Shop entsprechend zu gestalten!

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Internetrecht aktuell - News

21.08.2015

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