Internetrecht aktuell - News

15.04.2015

Gekaufte Unternehmens-Rankings im Visier der Gerichte

Unternehmen können sich auf Empfehlungsportalen ranken und bewerten lassen.

Dabei ist es nicht unüblich, dass derjenige oben auf die Bewertungsskala kommt, der für dieses Ranking auch bezahlt.

So hat sich das Landgericht Mündchen I (LG München I, Urteil vom 18.03.2015, 37 O 19570/14) mit einem Portal für Ärzte-Ranking befasen müssen.

Hier konnten sich die eingetragenen Ärzte sogenannte Gold- und Platin-Pakete kaufen, welche Sie auch im Ranking nach vorne brachten.

Die Richter entschieden, dass dies nicht rechtmäßig ist, soweit diese Rankings nicht auch als Anzeige oder als gekauftes Ranking klar gekennzeichnet ist.

Der Verbraucher könne sonst in die Irre geführt werden, weil er nicht erkennen kann, ob das gute Ranking von tatsächlichen Patientenbewertungen herrührt oder gekauft wurde.

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